Glossar

Overlockmaschine

Auch genannt: Overlock, Serger, Overlocker

Definition

Eine Overlockmaschine, kurz Overlock und im amerikanischen Englisch serger genannt, schneidet Stoffkanten ab und umschlingt sie mit Fadenschlaufen, sodass sie Nähte in einem Arbeitsgang näht und versäubert.

Eine Overlock arbeitet mit drei bis fünf Fäden, die durch Nadeln und zwei Greifer laufen, dazu mit einem Messerpaar, das die Kante direkt vor dem Stich abschneidet. Das Ergebnis ist der Overlockstich, den du innen in fast jeder Kaufkleidung findest.

Wofür welche Einstellung da ist:

FädenVerwendung
3 FädenKanten versäubern, leichte Nähte, Rollsäume
4 FädenNähte in Jersey in einem Schritt nähen und versäubern
5 FädenKettstich plus Overlock, für stabile Nähte in Webware

Bei Jersey ist eine 4-Faden-Overlock schnell und dehnbar, und ihr Differentialtransport verhindert, dass Jersey wellig wird, oder kräuselt Stoff absichtlich. Bei Webware ergibt sie eine schnelle, haltbare Kantenversäuberung.

Eine Overlock ersetzt keine Nähmaschine: Sie kann nicht absteppen, keinen Reißverschluss einsetzen, kein Knopfloch nähen und nicht abseits der Kante nähen. Sie ist eine zweite Maschine, keine erste, und viele Nähende nähen jahrelang Kleidung ohne Overlock, mit Zickzackstich und anderen Versäuberungen (siehe Nähte ohne Overlock versäubern).

Im Deutschen wie im britischen Englisch teilen sich Maschine und Stich den Namen: Die Overlock näht Overlock. Der doppelreihige Saum an T-Shirts stammt von einer anderen Maschine, der Coverlock.

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