Definition
Der Coverstich ist ein dehnbarer Stich mit zwei oder drei parallelen Geradstichreihen oben und einem Schlingfaden unten, mit dem Maschenware gesäumt und abgesteppt wird.
Sieh dir den Saum eines gekauften T-Shirts an: außen zwei saubere Steppreihen und innen ein Netz aus Schlaufen, das die offene Kante bedeckt. Das ist ein Coverstich. Er dehnt sich mit dem Stoff, ohne zu reißen, und gibt Maschenware ein professionelles Finish.
Genäht wird er von einer Coverlock oder einer Kombimaschine, die sich zwischen Overlock und Coverlock umbauen lässt. Anders als eine Overlock hat sie keine Messer: Der Saum wird umgeschlagen, und die offene Kante wird auf der linken Seite vom Greifer erfasst.
Typische Einstellungen:
- Zweinadelig schmal, etwa 3 mm zwischen den Reihen, für leichten Jersey.
- Zweinadelig breit, etwa 6 mm, der klassische T-Shirt-Saum.
- Dreinadelig, für Sportbekleidung und Sweatshirtsäume.
- Kettstich, eine Nadel und der Greifer, für eine dehnbare einzelne Reihe.
Der Coverstich wird auch zum Absteppen von Halsbündchen, zum Annähen von Gummiband und, mit einem Einfasser, zum Einfassen von Kanten in einem Durchgang verwendet.
An einer normalen Nähmaschine kommt die Zwillingsnadel am nächsten heran: Sie näht oben zwei Reihen und unten einen Zickzack. Sie dehnt sich weniger und kann bei dünnem Jersey einen Wulst bilden, funktioniert mit etwas Übung aber gut. Zu Saumzugaben und weiteren Techniken siehe Saum.