Glossar

Saum

Auch genannt: Saumkante

Definition

Der Saum ist die fertige Unterkante eines Kleidungsstücks, Ärmels oder Hosenbeins, meist hergestellt, indem die offene Kante nach links umgeschlagen und festgenäht wird.

Die Saumzugabe ist die zusätzliche Länge unterhalb der fertigen Saumlinie, aus der der Umschlag entsteht. Wie viel du brauchst, hängt von der Form der Kante und vom Stoff ab:

SaumTypische Zugabe
Gerade Röcke, Hosen, Kleider3–5 cm
Oberteile und Blusen2–3 cm
T-Shirts und Sweatshirts aus Jersey2–2,5 cm
Gerundete oder kreisförmige Säume1 cm oder weniger

Je breiter der Saum, desto mehr Gewicht bringt er mit und desto gerader muss die Kante sein. Ein tiefer Saum an einer Rundung muss eingehalten werden, deshalb bekommen ausgestellte Röcke und Tellerröcke einen schmalen Saum.

Die häufigsten Arten sind der doppelt eingeschlagene Saum, zweimal umgeschlagen, damit die offene Kante eingeschlossen ist; der Blindsaum, von rechts fast unsichtbar; der Saum mit Beleg, für geformte Kanten; und bei Jersey ein Saum mit Zwillingsnadel oder Coverstich, der dehnbar bleibt.

Probier das Kleidungsstück vor dem Säumen an und prüf die Länge mit den Schuhen, die du dazu tragen wirst. Röcke im Schrägschnitt und Tellerröcke sollten erst einen Tag hängen, denn der schräge Fadenlauf dehnt sich, und der Saum hängt sich ungleichmäßig aus. Jede Technik Schritt für Schritt findest du unter Säumen: doppelter, schmaler und Blindsaum.

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