Glossar

Maschenware

Auch genannt: Strickstoff, Wirkware, Jersey (umgangssprachlich)

Definition

Maschenware besteht aus Reihen ineinandergreifender Garnschlingen statt aus gekreuzten Fäden; dadurch ist sie dehnbar, weich und franst nicht aus.

Weil sich jede Masche öffnen und schließen kann, dehnt sich Maschenware, meist mehr in der Breite als in der Länge, und springt zurück. Diese Dehnung ersetzt bei vielen Kleidungsstücken Abnäher und Reißverschlüsse: Ein T-Shirt oder Sweatshirt geht über den Kopf und sitzt trotzdem eng.

Die wichtigsten Familien:

  • Einflächige Ware: Single Jersey, der T-Shirt-Stoff, leicht und an den Kanten zum Einrollen neigend.
  • Doppelflächige Ware: Interlock, Romanit (Ponte) und Scuba, dicker, stabil und auf beiden Seiten ähnlich.
  • Rippware: Säulen aus rechten und linken Maschen mit hoher Querdehnung, für Bündchen.
  • Schlingen- und Fleeceware: French Terry und angerauter Sweat.

Wie stark sich Maschenware dehnt und wie gut sie zurückspringt, wird als Dehnbarkeit in Prozent angegeben. Jersey-Schnittmuster nennen ein Minimum, und ein weniger dehnbarer Stoff macht das Kleidungsstück enger.

Maschenware an der Haushaltsnähmaschine zu nähen gelingt gut mit drei Gewohnheiten: einer Jersey- oder Stretchnadel, einem Stretchstich oder schmalen Zickzack statt eines Geradstichs und einem Stoff, den du laufen lässt, ohne ihn zu dehnen. Eine Overlock ist schnell, aber nicht nötig.

Maschenware franst nicht aus, Nähte müssen also nicht versäubert werden, aber Schnittkanten können sich einrollen oder Laufmaschen bilden. Bei Sewly nutzen Jersey-Schnittmuster wie das T-Shirt standardmäßig 1 cm Nahtzugabe. Die ganze Methode: Jersey mit der normalen Nähmaschine nähen.

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