Definition
Die Dehnbarkeit gibt an, um wie viel sich eine Maschenware beim Dehnen im Verhältnis zu ihrer entspannten Länge verlängert: 10 cm, die sich auf 15 cm dehnen lassen, entsprechen 50 % Dehnung.
Jersey-Schnittmuster nennen oft die Dehnung, für die sie konstruiert wurden, etwa „für Jersey mit mindestens 40 % Dehnbarkeit“, denn ein Kleidungsstück für einen dehnbaren Stoff wird in einem stabilen zu eng.
So misst du sie:
- Falte den Stoff entlang des Querfadenlaufs, ein paar Zentimeter von einer Schnittkante entfernt.
- Markiere 10 cm entlang des Bruchs.
- Halte eine Markierung fest und dehne vorsichtig, bis der Stoff Widerstand leistet, ohne ihn zu verziehen.
- Miss die neue Länge. Bei 15 cm hat der Stoff 50 % Dehnung, bei 12,5 cm 25 %.
Lass dann los und prüf die Rücksprungkraft: Ein guter Jersey kehrt sofort auf 10 cm zurück. Einer, der länger bleibt, beult an Knien und Ellbogen aus.
| Dehnung | Kategorie | Beispiele |
|---|---|---|
| Unter 25 % | Stabil | Romanit, Scuba, mancher French Terry |
| 25–50 % | Mäßig | Baumwolljersey, Interlock |
| 50–75 % | Dehnbar | Jersey mit Elasthan, Rippjersey |
| Über 75 % | Sehr dehnbar | Stoffe für Bade- und Sportbekleidung |
Miss auch in der Länge: Monoelastische Stoffe (englisch two-way stretch) dehnen sich hauptsächlich in der Breite, bielastische (four-way stretch) in beide Richtungen, was Leggings und Bademode brauchen.
Die Dehnbarkeit entscheidet, wie viel negative Bewegungszugabe ein Kleidungsstück haben kann und wie viel kürzer du Bündchen aus Rippjersey zuschneidest. Mehr dazu unter Maschenware.