Definition
Der Zickzackstich ist ein Maschinenstich, bei dem die Nadel von Seite zu Seite schwingt, eingestellt über Breite und Länge; er dient zum Versäubern offener Kanten und zum Nähen dehnbarer Stoffe.
Fast jede Haushaltsnähmaschine hat einen Zickzackstich, und nach dem Geradstich ist er der vielseitigste. Zwei Einstellungen steuern ihn: die Breite, wie weit die Nadel ausschwingt, und die Länge, wie weit der Stoff zwischen zwei Ausschlägen weitertransportiert wird.
Übliche Anwendungen und Einstellungen:
| Anwendung | Breite | Länge |
|---|---|---|
| Offene Kante versäubern | 3–5 mm | 1,5–2,5 mm |
| Nähte in Jersey | 0,5–1,5 mm | 2–2,5 mm |
| Gummiband annähen | 3–5 mm | 2–3 mm |
| Satinstich, Applikation | 2–4 mm | 0,3–0,5 mm |
Zum Versäubern einer Kante nähst du so, dass der rechte Ausschlag der Nadel neben dem Stoff einsticht und die Kante umschlingt, oder du nähst in der Zugabe und schneidest danach knapp zurück. Zieht sich die Kante zu einem Wulst zusammen, verringere die Breite oder nimm einen Overlockfuß.
Bei Jersey dehnt sich ein schmaler Zickzackstich mit dem Stoff, wo ein Geradstich reißen würde. Viele Maschinen haben außerdem einen Dreifach-Zickzack, der bei jedem Ausschlag mehrere kleine Stiche macht: Er liegt an Kanten flacher und ist die beste Wahl für Gummiband.
Der Zickzackstich ist auch die Grundlage maschinell genähter Knopflöcher, die aus dichten Zickzackraupen bestehen. Er ist die wichtigste Alternative zur Overlock für saubere Nähte; weitere Möglichkeiten findest du unter Nahtversäuberung.