Glossar

Bügelkissen

Auch genannt: Schneiderschinken, Bügelschinken, Bügelei

Definition

Ein Bügelkissen, auch Schneiderschinken genannt, ist ein festes, schinkenförmiges Kissen, auf dem du gerundete Bereiche wie Abnäher, Prinzessnähte und Armkugeln bügelst, ohne ihre Form plattzudrücken.

Ein Bügelbrett ist flach, ein gut gemachtes Kleidungsstück nicht. Bügelst du einen Abnäher oder eine gebogene Naht auf einer flachen Fläche, entstehen Knicke, und die genähte Form geht verloren. Ein Bügelkissen gibt dir eine gewölbte Fläche, die du unter das Kleidungsstück schiebst, damit du Rundungen als Rundungen bügeln kannst.

Es ist ein fest gestopftes Kissen, traditionell mit Sägemehl gefüllt, mit einer sanften Wölbung an einer Seite und engeren Rundungen am schmalen Ende, sodass du für jede Stelle die passende Form findest: Brustabnäher, Taillenabnäher, Prinzessnähte, Hüftrundungen, Kragen und Armkugeln.

Die meisten Bügelkissen haben zwei Seiten:

  • Eine Wollseite, die Dampf hält und zu Wolle und Stoffen für niedrigere Temperaturen passt.
  • Eine Baumwollseite, für Baumwolle und Leinen bei höherer Temperatur.

Leg den gerundeten Bereich über den Teil des Kissens, der seiner Form entspricht, bügle mit Dampf und lass den Stoff an Ort und Stelle abkühlen, bevor du ihn bewegst. Nimm bei Stoffen, die glänzen könnten, ein Bügeltuch.

Sein Begleiter ist die Ärmelrolle oder Nahtrolle: ein langer, fester Zylinder, um Nähte in Ärmeln und Hosenbeinen auseinanderzubügeln, ohne dass die Nahtzugaben auf der rechten Seite Abdrücke hinterlassen. Ein fest gerolltes Handtuch dient vorübergehend als Ersatz für beides.

Zur Technik siehe Bügeln, und was du zuerst bügelst, unter Abnäher.

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