Definition
Die Armkugel ist der gerundete obere Teil eines eingesetzten Ärmels zwischen dem vorderen und hinteren Unterarmpunkt, der in den Armausschnitt genäht wird und die Schulter formt.
Die Armkugel hat die Form einer Glocke: am höchsten in der Mitte, wo sie auf die Schulternaht trifft (markiert durch einen Punkt oder eine Knipsmarke), und auf beiden Seiten bis zum Unterarm abfallend. Ihre Höhe entscheidet über das Gleichgewicht zwischen sauberem Aussehen und Bewegungsfreiheit.
| Kugelhöhe | Aussehen und Tragegefühl |
|---|---|
| Hoch, etwa 14–16 cm | Glatter, schmaler Ärmel, der nah am Arm fällt; weniger Reichweite |
| Mittel, etwa 12–14 cm | Alltagsblusen und -kleider |
| Niedrig, etwa 10–12 cm | Flachere Kugel, mehr Bewegung; T-Shirts, Sweatshirts, Hemden |
Die genauen Werte hängen von Größe und Armausschnitt ab, aber das Prinzip gilt: Je höher die Kugel, desto schmaler der Ärmel; je niedriger, desto mehr Freiheit beim Heben der Arme.
Bei einem eingesetzten Ärmel aus Webware ist die Nahtlinie der Kugel etwas länger als der Armausschnitt. Dieser Überschuss, die Kugelmehrweite, wird eingehalten, damit sich der Ärmel ohne Fältchen über die Schulter wölbt. Puffärmel haben deutlich mehr Länge und kräuseln sie stattdessen ein.
Leg die Knipsmarken sorgfältig aufeinander: einfache Knipsmarke nach vorn, doppelte nach hinten, oberer Punkt auf die Schulternaht. Die vollständige Anleitung findest du unter Ärmel ohne Fältchen einsetzen; Alternativen sind der Raglanärmel und die überschnittene Schulter.