Glossar

Unterlegstoff

Auch genannt: Unterlegen, Unterfütterung, Underlining

Definition

Unterlegstoff ist eine Stofflage, die wie jedes Schnittteil zugeschnitten und vor dem Zusammennähen auf dessen linke Seite geheftet wird, sodass beide Lagen als eine genäht werden.

Unterlegen verändert den Stoff selbst, statt eine separate Lage im Inneren hinzuzufügen. Jedes Schnittteil wird zweimal zugeschnitten, einmal aus dem Oberstoff und einmal aus dem Unterlegstoff, und beide werden rundherum innerhalb der Nahtzugabe zusammengeheftet. Von da an nähst du sie wie eine einzige Lage.

Wofür es gut ist:

  • Blickdichte: Weißes Leinen oder helle Seide sind nicht mehr durchsichtig.
  • Stand: Ein weicher Stoff bekommt genug Struktur für ein körpernahes Kleid oder einen Rock.
  • Stabilität: Locker gewebte Stoffe, etwa mancher Bouclé oder manches Leinen, behalten ihre Form und fransen weniger aus.
  • Unsichtbare Stiche: Säume, Belege und Abnäher lassen sich von Hand am Unterlegstoff befestigen, sodass außen nichts zu sehen ist.
  • Markieren: Markierungen kommen auf den Unterlegstoff, nie auf den Oberstoff.

Wähle einen Unterlegstoff, der leicht und stabil ist und die gleiche Pflege verträgt wie der Hauptstoff: Seidenorganza für Stand ohne Gewicht, Baumwollbatist oder Voile für Blickdichte und Komfort, Nessel für festere Struktur. Wasch beide Stoffe vor, wenn das Kleidungsstück gewaschen wird.

Streich den Oberstoff auf einem Tisch glatt über den Unterlegstoff, die Fadenläufe aufeinander, und hefte mit langen Stichen etwa 1 cm von der Kante entfernt. Hefte Abnäher vor dem Nähen entlang ihrer Mitte durch beide Lagen.

Unterlegstoff ist etwas anderes als Futter, ein separates inneres Kleidungsstück, und als Einlage, die nur ausgewählte Bereiche verstärkt.

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