Glossar

Rechte und linke Stoffseite

Auch genannt: rechts auf rechts, schöne Seite, Abseite

Definition

Rechte und linke Stoffseite sind die beiden Seiten eines Stoffs: Die rechte Seite liegt am fertigen Kleidungsstück außen, die linke zeigt zum Körper.

Anleitungen verwenden diese Begriffe ständig, und „rechts auf rechts“ ist die Art, wie die meisten Nähte genäht werden, damit die Nahtzugaben innen liegen. Englische Anleitungen kürzen sie mit RS (right side) und WS (wrong side) ab, „right sides together“ mit RST.

So unterscheidest du sie:

  • Drucke sind auf der rechten Seite schärfer und kräftiger; auf der linken wirken sie blass oder verschwommen.
  • Ausrüstungen wie ein Glanz, eine angeraute Oberfläche oder eine Beschichtung sind auf der rechten Seite.
  • Bindungen wie Köper zeigen ihre diagonalen Grate auf der rechten Seite deutlicher; Denim ist rechts dunkel und auf der Rückseite heller.
  • Jersey zeigt auf der rechten Seite saubere Reihen kleiner V-Formen und auf der linken waagerechte Schlaufen.
  • Webkanten tragen manchmal bedruckten Text oder Farbpunkte, die auf der rechten Seite richtig herum zu lesen sind.

Viele schlichte Webstoffe wie Popeline, Leinen oder Nessel sehen auf beiden Seiten gleich aus. Dann kann jede Seite die rechte sein: Entscheide dich für eine und markiere die linke Seite jedes Teils mit Kreide oder einem Stück Klebeband, damit du einheitlich bleibst.

Auch beim Zuschneiden zählen die Seiten. Faltest du Stoff rechts auf rechts und schneidest durch beide Lagen, bekommst du gegengleiche Paare; schneidest du einlagig, musst du das Schnittteil für das zweite Teil umdrehen. Siehe Zuschnittplan und Jersey.

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