Glossar

Passe

Auch genannt: Sattel, Rückenpasse, Hüftpasse

Definition

Eine Passe ist ein geformtes, anliegendes Teil quer über Schultern oder Hüfte, an dem der übrige Teil des Kleidungsstücks hängt, oft gekräuselt oder in Falten gelegt.

Passen übernehmen die Aufgabe von Abnähern. Sie liegen an einer Körperstelle eng an und lassen den unteren Teil von ihrer Naht aus gerade oder mit zusätzlicher Weite fallen: gekräuselt, in Falten gelegt oder glatt.

Wo du sie findest:

  • Rückenpasse am Hemd: ein Streifen quer über die Schultern, oft doppelt zugeschnitten (mit sich selbst gefüttert), damit es innen ordentlich aussieht und die Schulternähte eingeschlossen sind. Das Rückenteil darunter ist oft in Falten gelegt oder gekräuselt, damit du nach vorn greifen kannst.
  • Hüftpasse am Rock: ein geformter Streifen, der von der Taille abwärts an der Hüfte anliegt und die Taillenabnäher ersetzt; der Rock darunter kann gekräuselt oder ausgestellt sein.
  • Gesäßpasse an Jeans: das V-förmige Teil über den hinteren Taschen, das den Po ohne Abnäher formt.
  • Passen an Kleidern und Blusen: ein vorderer oder hinterer Oberteilabschnitt, an dem ein gekräuseltes oder in Falten gelegtes Teil hängt, wie bei Bauernblusen und Kittelkleidern.

Passennähte sind ein natürlicher Ort für ein Designdetail wie eine Paspel, Absteppnähte oder einen Kontraststoff, und die Unterkante einer Passe kann gerundet oder spitz zulaufen. Weil die Passe das Gewicht des Kleidungsstücks trägt, wird sie oft mit Einlage verstärkt oder doppelt zugeschnitten.

Hat ein Schnittmuster Kräuselfalten unter einer Passe und möchtest du mehr oder weniger Weite, nennt dir der Kräuselrechner die neue Breite.

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