Glossar

Fadenlauf

Auch genannt: Fadenlaufpfeil, gerader Fadenlauf, Längsfadenlauf

Definition

Der Fadenlauf ist der gerade Pfeil auf einem Schnittteil, der parallel zur Webkante liegen muss, damit das Teil im Längsfadenlauf zugeschnitten wird.

Der Fadenlauf zeigt dir, wie ein Schnittteil auf dem Stoff liegt. Webware hat einen Längsfadenlauf (die Kettfäden, parallel zur Webkante), einen Querfadenlauf (die Schussfäden, von Webkante zu Webkante) und den schrägen Fadenlauf im 45-Grad-Winkel. Jede Richtung dehnt sich und fällt anders, deshalb bestimmt der Pfeil, wie sich das fertige Kleidungsstück verhält.

Um ein Teil im Fadenlauf aufzulegen, miss von einem Ende des Pfeils bis zur Webkante, dann vom anderen Ende, und verschieb das Teil, bis beide Abstände gleich sind. Liegt ein Teil nur ein paar Grad schief, können Seitennähte nach vorn wandern, Hosenbeine sich verdrehen und Säume ungleichmäßig hängen, besonders nach dem Waschen. Maschenware ist genauso empfindlich: Leg den Pfeil parallel zu den Maschenstäbchen, den senkrechten Reihen von Maschen.

Die meisten Fadenlaufpfeile haben an beiden Enden eine Spitze, das Teil darf also um 180 Grad gedreht werden. Eine einzelne Pfeilspitze oder ein Hinweis wie „mit Strich“ bedeutet, dass alle Teile in dieselbe Richtung zeigen müssen. Ein Pfeil im 45-Grad-Winkel zur Kante des Teils bedeutet, dass es schräg zugeschnitten wird.

Die ganze Methode, vom Falten des Stoffs bis zur Kontrolle jedes Teils, findest du unter Stoff im Fadenlauf auflegen und zuschneiden.

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